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99. Berliner Sechstagerennen 2010
03.02.10 Das Finale des „99.“ wurde zum heißen Krimi: Sieg für die dänischen Weltmeister in Berlin 98. Berliner Sechstagerennen 2009
28.01.09 Endstände des 98. Berliner Sechstagerennens 97. Berliner Sechstagerennen 2008
29.01.08 Endstände des 97. Berliner Sechstagerennens 96. Berliner Sechstagerennen 2007 Das Klassement purzelte durcheinander – an der Spitze: Danny Stam/Peter SchepBeispielhafte Aktion „Sport gegen Gewalt“ Bis zum Sonntag Mittag war die Welt für die Mitfavoriten und bis dato souveränen Robert Bartko/Roger Kluge noch in Ordnung, denn sie hatten seit dem Start am Donnerstag die Führung inne. Dann aber gewannen die Niederländer Danny Stam/Peter Schep den ersten Derny-Wettbewerb des Tages und gingen mit diesen Punkten in Führung, weil ihnen für das Erreichen von 100 Punkten in der Gesamtwertung eine Runde gutgeschrieben wurde. Dass Bartko/Kluge mit insgesamt 170 Punkten ebenfalls dem Zugewinn einer Runde nahe waren, tat da wenig zur Sache, denn der verlust der Führung war vom mehrmaligen Olympiasieger und Weltmeister Robert Bartko ebenso wenig eingeplant, wie vom Olympiazweiten Roger Kluge, der ja jetzt für das Milram-Profiteam startet. In der Großen „KIA“-Jagd über 45 Minuten waren jedenfalls andere tonangebend und Bartko/Kluge kamen nur auf den achten Rang. Der Sieg wurde unter drei Teams ausgemacht, die sich in der harten Jagd ein Rundenplus gesichert hatten. Im Kampf um die Punkte in den abschließenden Wertungen hatten Routinier Andy Beikirch und sein belgischer Partner Kenny de Ketele die schnellsten Beine und gewannen vor den wieder auf sich aufmerksam machenden Andreas Müller/Erik Mohs und Leif Lampater/Christian Grasmann. Die Letztgenannten waren über ihren dritten Rang nicht traurig, denn sie konnten nun sogar die „Oranjes“ Stam/Schep, die ohne Rundengewinn Vierte waren, überflügeln und mit einem winzigen Punkt Vorsprung die Spitze im 99. Berliner Sechstagerennen übernehmen. Im „Ista“-Mannschaftsausscheidungsfahren blieb alles bei der neuen Rangordnung. Allerdings konnte sich hier mit Tino Thömel, dem Berliner, und seinem dänischen Partner Marc Hester endlich auch eine Mannschaft mit dem Gewinn empfehlen, die wohl niemand auf seiner Rechnung gehabt hatte. Nach guten Leistungen an den Vortagen war dieser Sieg auch fällig. Im Fahrwasser der Überraschungssieger holten sich die sogenannten „Kleinen“ durch Bach/Bommel, Musiol/König, Kankovsky/Lazar, Shmidt/Kolesnikow und den Youngstern Faltin/Müller ebenfalls vordere Platzierungen. Orange war Trumpf! Allerdings nicht als Farbe, sondern als Symbol für die Niederländer Danny Stam/Peter Schep, die sich im traditionsreichen schwarzen Trikot mit der „7“ vorstellen. Das „KIA“-Team, das in der namensgleichen Jagd die mittags errungene Führung verloren hatte, holte sie sich wieder in der „Großen „RUWE“-Jagd über 30 Minuten zurück. Und das in einem spektakulären Finalkampf um die Punkte, die über die Platzierung der fünf Mannschaften mit Rundengewinn entschieden. Die Interims-Spitzenreiter Lampater/Grasmann erhaschten keinen Zähler und auch Rasmussen/Mörköv und Aeschbach/Marvulli registrierten nur das Minimum. Da blieb das Duell zwischen Stam/Schep und Bartko/Kluge, das die Gäste punktgleich zu ihren Gunsten klärten und somit wieder Gesamtführende waren. Rund acht Wochen vor den Weltmeisterschaften in Kopenhagen-Ballerup arbeiten bei den Sprintern auch die Titelverteidiger Maximilian Levy und Stefan Nimke an der Stabilisierung ihrer Form. Wie sich zeigte, geht das nicht immer gut. Und so musste „Maxi“ ausgerechnet in seiner Paradedisziplin Keirin am Sonntag eine Niederlage hinnehmen. Sein taktisches Manöver ging nicht auf, und plötzlich sahen alle den Weltmeister als Schlusslicht. Kein Beinbruch, denn mit seiner am Samstag erreichten Bestzeit im Rundenrekordfahren hatte Levy ja bewiesen, dass die besten Grundlagen vorhanden sind. Der andere Champion, Stefan Nimke, setzt auf Solidität. Er ist immer mit vorn und kann mit seinen Zeiten an die der Sieger anknüpfen. Und – schließlich freuen sich auch die anderen Akteure, wenn sie eine momentane Schwäche der Favoriten nutzen können, So wie der vielfache Österreichische Staatsmeister Clemens Selzer, der im Keirin als Bester zuerst die Ziellinie kreuzte. Ein Lichtblick bleibt Sebastian Döhrer mit seinen ausgezeichneten Ergebnissen! Ehrgeizig stellten sich auch die ehemaligen Asse wieder dem Publikum. Das Duell der besten Besten ging an Emanuel Raasch, der dem Olympiasieger Lutz Heßlich das Nachsehen gab. Bei den Stehern blieb nach dem 4. Tag der zweimalige Europameister Timo Scholz in Front. In der Tageswertung hatten Jan-Eric Schwarzer, Florian Fernow und Marcel Möbus die Gunst der Stunde genutzt und die ersten Ränge erobert. Bestens aufgenommen wurde zum Auftakt des Familientages von den etwa 12.500 Zuschauern die symbolträchtige Aktion unter dem Motto „Sport gegen Gewalt“. 130 Kinder im schmucken Trikot mit der wichtigen Botschaft bildeten mit den Sechstagefahrern und den Organisatoren eine Kette rund um das Oval. Der begleitende Song „Hand in Hand“ und die Informationen zu dieser Aktion, die gemeinsam von „POT Marketing“, engagierten Sponsoren und der Kindersportstiftung Berlin-Brandenburg getragen und von den Organisatoren des Berliner Sechstagerennens unterstützt wird, kamen an. Spontan schlossen sich aus den Zuschauerrängen viele Kinder und Jugendliche an, um den wichtigen Kreis zu schließen. Mit dem Erlös zahlreicher Aktionen wird Kindern aus sozial schwächer gestellten Familien der Weg in die Sportvereine ermöglicht. Und hier schließt sich der Kreis mit der klaren Botschaft: Sport ist die beste Prävention gegen Gewalt. |