„Wolfram“ Champions Sprint 2013

 

 

 

 

Stefan Nimke (DEU)

01. März 1978

Schwerin

1x Olympiasieger Teamsprint
1x Olympia-Silber 1000m
2x Olympia-Bronze Teamsprint, 1000m
2x Weltmeister Teamsprint
4x Weltmeister 1000m
3x Europameister Teamsprint

Der Teamsprint-Olympiasieger von Athen, vierfache Weltmeister im 1000-Meter-Zeitfahren sowie doppelte Teamsprint-Weltmeister war der Pechvogel unter den Radsportlern bei den Olympischen Spielen in London. Beim Aufwärmen verletzte sich der Mecklenburger kurz vorm Start zum Teamsprint. Der 34-Jährige zeigte jedoch Größe und verzichtete daraufhin auf einen Start, um die Medaillenchancen seiner Teamkameraden nicht zu gefährden. Für ihn sprang Robert Förstemann als dritter Mann ein, Maximilian Levy wurde auf seine dritte Position versetzt. Der sympathische Modellathlet erklärte erst kürzlich seinen Rücktritt vom Rücktritt, um mindestens bis zur Bahn-DM im Juli weiterzufahren.


Maximilian Levy (DEU)

26. Juni 1987

Cottbus-Branitz

1x Olympia-Silber Keirin
2x Olympia-Bronze Teamsprint
5x U19-Weltmeister
1x Weltmeister Keirin
2x Weltmeister Teamsprint
2x U19-Europameister
3x U23-Europameister
1x Europameister Teamsprint

„Der Gentleman des Sprints“, so adelte der sechsmalige Olympiasieger Sir Chris Hoy den gebürtigen Berliner erst kürzlich nach den Olympischen Spielen in London für seine überaus faire Fahrweise im olympischen Keirin-Finale. Levy beendete hinter dem besagten Schotten das Rennen auf dem zweiten Platz. Zuvor gewann er bereits die Bronzemedaille im Teamsprint. Nach einer erfolgreichen Operation zur Entfernung der Titanplatte nach einem Schlüsselbeinbruch befindet sich der Teamsprint-Weltmeister von 2010 und 2011 jetzt wieder im Formaufbau für die WM Ende Februar in Minsk, wo er wieder auf Titeljagd gehen wird.

 

 


Robert Förstemann (DEU)

05. März 1986

Berlin

1x Olympia-Bronze Teamsprint
2x Weltmeister Teamsprint
2x Europameister Teamsprint



Mit 73 Zentimetern Umfang hat der gebürtige Greizer die dicksten Oberschenkel aller Sprinter. Überraschend kam es in London für Robert Förstemann doch noch zum Olympia-Einsatz im Teamsprint, der schließlich mit einer Bronzemedaille belohnt wurde. Stefan Nimke hatte sich kurz vor dem Start verletzt. Nur durch Zufall war Förstemann zum Training im London Olympic Velodrome und wurde kurzfristig ins kalte Wasser geschmissen und sicherte dem Trio ohne spezielles Warmfahren den Podiumsplatz. „Zum Glück hatte ich das komplette Vorbereitungs-Programm mit der Nationalmannschaft mitgemacht“, so Förstemann nach den Spielen.

Robert_Förstermann


René Enders (DEU)

 

13. Februar 1987

Erfurt

2x Olympia-Bronze Teamsprint
2x Weltmeister Teamsprint
2x Europameister Teamsprint

Klein, aber oho: Er ist mit nur 1,65 Metern der kleinste, aber dennoch schnellste Anfahrer im Teamsprint auf der Welt. Die Radsportkarriere des inzwischen zweifachen Olympia-Bronzemedaillengewinners sowie des Welt- und Europameisters begann aber eher kurios. Im Alter von 14 Jahren überholte er auf dem Weg zu seiner Oma („weil sie die besten Spaghetti der Welt macht“) mit dem Mountainbike einige Fahrer des Bundesliga-Teams Köstritzer. Prompt wurde er von seinem späteren Trainer Gerald Mortag angehalten und zum Bahntraining in Gera eingeladen. Seinen Sprinter-Schliff erhielt er schließlich in Erfurt, wo er auch noch heute beim SWE Sprintteam unter Vertrag steht.

Rene ENDERS


Erik Balzer (DEU)

 

14. Juli 1991

Welzow

1x Europameister U23 Teamsprint 2012
2x Deutscher Meister U19 Teamsprint 2008, 2009

Der Rennfahrer vom Team Erdgas.2012 ist auch eine ganz große deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Sprint-Bereich. Zusammen mit Stefan Bötticher und Eric Engler konnte Balzer sich bei der Bahn-EM der U23 im portugiesischen Anadia die Goldmedaille im Teamsprint schnappen. Schon als Junior war der Brandenburger ein echter Teamplayer: Bei den Deutschen Meisterschaften 2008 und 2009 gewann er jeweils Gold. Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel wird in Zukunft bei der großen Anzahl an etablierten und nachkommenden Sprintern ein echtes Luxus-Problem bei der Nominierung für die großen internationalen Wettbewerbe haben.


Tobias Wächter (DEU)

 

03. August 1988

Schwerin

3x Europameister
5x Deutscher Meister

Auch mit Tobias Wächter ist immer zu rechnen, nicht nur auf nationaler Ebene gehört der gebürtige Düsseldorfer zu den Spitzen-Sprintern – was seine bisher sieben DM-Titel zeigen –, sondern auch international konnte Wächter schon einige Medaillen gewinnen. So ist der Rennfahrer vom Track Cycling Team Mecklenburg/Vorpommern dreifacher Europameister in den Sprintdisziplinen. Seine letzten beiden Titel im Keirin und Teamsprint mit Joachim Eilers und Max Niederlag holte sich der 24-Jährige bei der EM im Oktober 2012 in Panevėžys in Litauen.

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