Roger Kluge und Peter Schep gewinnen 102. Berliner Sechstagerennen

 

Sprinter Robert Förstemann bricht eigenen Bahnrekord vor einem fantastischen Berliner Publikum im Velodrom

 

Berlin, 29. Januar 2013. Die Top-Favoriten Roger Kluge und Peter Schep haben die 102. Austragung des Berliner Sechstagerennens gewonnen. In der finalen Großen Jagd über 60 Minuten holte das deutsch-niederländische Duo seinen Punkterückstand auf und setzte sich mit 261 Punkten mit drei Zählern Vorsprung vor den ebenfalls zu den Favoriten gehörenden Kenny de Ketele und Luke Roberts durch. Dritte wurden der Schweizer Franco Marvulli und der Österreicher Andreas Müller (233 Punkte).

Die Entscheidung suchten Kluge/Schep nach dem vorletzten Wertungssprint, als Schep direkt danach attackierte und das Duo als einzige einen Vorsprung von einer guten halben Runde herausfuhren und ihn bis ins Ziel verteidigen konnten. „Wir haben gepokert, aber es hat geklappt. Auf den letzten Runden waren wir die deutlich stärkste Mannschaft“, freute sich Roger Kluge über den Gesamtsieg.

Bevor die alles entscheidende Große Jagd gestartet wurde, wurde Robert Bengsch von seinen Rennfahrer-Kollegen, dem Team der Berliner Sixdays und den Fans und Zuschauern verabschiedet. „Der Brecher“, der in den vergangenen sechs Jahren allein viermal die Deutsche Meisterschaft im Zweiermannschaftsfahren gewann, beendet nach rund zehn Jahren auf höchstem Niveau mit dem Ende des 102. Berliner Sechstagerennens seine Karriere.

Im „Esso Steher Weltpokal“ war der zweifache deutsche Meister Florian Fernow mit Schrittmacher Peter Bäuerlein das Maß der Dinge. Das Gespann entschied drei von sechs Etappen für sich und liegt damit auch in der Gesamtwertung mit drei Punkten Vorsprung relativ klar vorn. Mit Platz zwei im Finallauf sicherte sich der Schweizer Mario Birrer mit Schrittmacher Helmut Baur den zweiten Gesamtplatz, genauso wie der niederländische Meister Matthé Pronk mit Schrittmacher René Kos mit dem dritten Tagesplatz auf den dritten Gesamtrang fuhr.

Bei den Sprintern konnte sich Robert Förstemann trotz eines erneuten Rundenrekords von 12,620 Sekunden nicht gegen Maximilian Levy in der Gesamtwertung durchsetzen. Mit einem Punkt Vorsprung gewann der Cottbuser Levy knapp den "Wolfram Champions Sprint" gegen den Mann mit den dicksten Oberschenkeln aus Gera. Der bisher Drittplatzierte René Enders trat heute nicht mehr an, da er über Nacht Fieber bekam. So rückte der 21-jährige Erik Balzer auf den dritten Gesamtplatz vor.