Bahn-WM ist Gütesiegel für 101. Sechstagerennen

Regenbogentrikots für vier Teilnehmer von Berlin

Viermal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze eroberten Teilnehmer der 101. Berliner Sechstage (26.-31. Januar 2012) bei den Weltmeisterschaften im Stefan NimkeBahnradsPawlowska (3) untenport, die am Ostersonntag in Melbourne (Australien) zu Ende gingen. Der Schweriner Stefan Nimke holte bei seiner Abschieds-WM den Titel im Zeitfahren über 1000 Meter. Weitere Regenbogentrikots erkämpften die Polin Katarzyna Pawlowska (Sratch), der Australier Cameron Meyer (Punkte) und der Belgier Kenny de Ketele (Madison). Die Ausdauerspezialisten errangen sogar mehrfach Medaillen: Meyer wurde gemeinsam mit Leigh Howard noch Dritter im Madison-Rennen, de Ketele garnierte den Titel in seiner Lieblingsdisziplin mit Bronze im Punktefahren. Außerdem schaffte er mit dem belgischen Verfolgerteam die Olympiaqualifikation für London. Die Australier Howard/Meyer hatten das Rennen 100+1 in Berlin gewonnen, die Belgier de Ketele/Keisse Platz drei belegt. Insgesamt 14 Rennfahrer aus dem Hauptfeld des 101. Sechstagerennens wurden für ihre Nationalteams in den verschiedensten Disziplinen der Bahn-WM eingesetzt, und dazu 5 von den 12 Damen, die Meyer (links) und Howardbei Kenny De Keteleder Premiere des Ladies Cups im Velodrom gestartet waren.

Von den 5 Teilnehmern des Champion-Sprints von Berlin überzeugten in Melbourne nicht nur Stefan Nimke mit dem Sieg in Rekordzeit (1:00,082 min) und Maximilian Levy, der mit einer taktisch reifen Leistung im Keirin-Finale Silber erkämpfte. Die deutschen Sprinter fuhren in der Qualifikation des Team-Sprints als Titelverteidiger in der Besetzung Rene Enders, Levy und Nimke die zweitschnellste Zeit, wurden aber wegen eines Wechselfehlers auf Platz 14 relegiert. Immerhin bewiesen die deutschen Tempobolzer mit ihrer guten athletischen Leistung, daß sie auf dem richtigen Weg für Olympia sind und daß die Zwischenstation beim Sechstagerennen Berliner richtig und wichtig war.


Die Karawane zieht weiter…

Der Aschermittwoch des Sechstagerennens

Halle im ShowlichtDie Rennfahrer haben sich kaum noch Zeit fürs Frühstück im Hotel genommen. Schon auf dem Weg nach Kopenhagen (wo er mit Martin Blaha fährt) ist nicht nur der Zeremonienmeister des Feldes Marcel „Baller“ Barth, der jede Nacht die LAOLA-Welle fürs Publikum dirigierte, die lange Fahrer-Schlange wie ein Fakir auf der Bahn entlang schlängelte und dadurch Karnevalsstimmung im Velodrom erzeugte. Der Tag nach der Finalnacht ist immer der Aschermittwoch der Sixdays. Aber es gibt keine Katerstimmung und schon gar nichts zu bereuen. Im Gegenteil: Das war ein stimmungsvolles SechstagerennenDie Macher mit einem harmonischen Verlauf und einem unterhaltsamen Grundton. Vielleicht nicht ganz so salbungsvoll wie beim Jubiläum, aber vor prall gefüllten Hallen (rund 70000 Zuschauer, nur die Freitagnacht ließ ein bißchen Bewegungsfreiheit) boten gut motivierte Weltklasseathleten sportliche Höhepunkte und die Finaljagd war ein dramatischer Höhepunkt für die Massen, die begeistert mitgingen.
Wenn der dänische UCI-Kommissär und Präsident der Jury im Velodrom nach durchaus kritischer Velodrom totalBeobachtung des Geschehens schließlich einschätzt, daß er eine sehr gut organisierte und sportlich bedeutsame Veranstaltung erlebt hat und daß er die Berliner Sixdays eine Liga höher einstufen würde als alle anderen Rennen der Serie in Europa, ist das ein Lob aus neutraler Warte.
An diesen Erinnerungen werden sich die Freunde und Liebhaber des Rennens 100+1 noch eine Weile laben können. Und gleich danach beginnt die Vorfreude. Der Termin für das 102. Berliner Sechstagerennen steht schon fest: 24. – 29. Januar 2013.
Auf Wiedersehen! Willkommen im Berliner Velodrom!


Der Regenbogen strahlte über dem Velodrom

Weltmeister Howard/Meyer gewinnen Sechstagerennen

Cameron MeyerIm Regenbogentrikot haben die zweifachen Madison- Weltmeister Leigh Howard und Cameron Meyer das 101. Berliner Sechstagerennen mit dem Sieg im letzten Wertungssprint der Finaljagd über eine Stunde gewonnen. Zehn Minuten vor Mitternacht fuhren die beiden Australier jubelnd durch eine Kulisse begeisterter Zuschauer in einer bis unters Dach gefüllten Halle. Sie beendeten das Rennen in...

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Spiderman Fernow bekam sie alle in sein Netz

Lokalmatador gewinnt den Steherpreis mit Tageserfolg

Florian FernowAm Anfang seiner Karriere, die er als Späteinsteiger erst mit 19 begann, fand man ihn in Resultaten unter ferner liefen. Spätestens seit der letzten Saison heißt es immer häufiger: Außer Sieger Fernow fuhren… Heute hat sich der Deutsche Meister auf der Sommerbahn auch seinen zweiten sehnlichen Wunsch erfüllt. Er gewann die Gesamtwertung der Steher.
Etwa 33 Runden vor Schl...

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Alles dreht sich – alles bewegt sich!

Videos vom 101. Sechstagerennen und vom UIV Cup

Punktefahren FrauenDie Bildermacher sind wieder unterwegs! Arne Mill hatte schon im vorigen Jahr Videos gestaltet, die Aufsehen erregten. Für‘s Rennen 100+1 hat er Verstärkung bekommen. Marco Bertram filmt mit einer zweiten Kamera und beide schneiden dann aus dem gesamten Material Beiträge, die von Radsportfans gern gesehen und gelobt werden. Faszinierend sind vor allem die Aufnahmen von den Kameras, die wirkliche „aus dem Rennen“ berichten, weil sie am Rad befestigt sind oder von den Fahrern am Körper getragen werden.
Die meisten dieser Videos haben die beiden vom Zukunftsrennen produziert , aber auch das letzte Punktefahren im Ladies Cup. Einige Beispiele haben Mill und Bertram der Webseite des Sechstagerennens zur Verfügung gestellt. Man kann sie in der Rubrik Presse unter Videos aufrufen. Alle anderen sind auf der Webseite des Zukunftsrennens zu sehen.

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